Böse Worte, bunte Karten und dazu ein Zehnerpack

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Man weiß es ja nicht.

Aber vielleicht sollte bei der SG Nordring künftig neben dem üblichen Training noch einen Rhetorikkurs angeboten werden. Wegen der despektierlichen Worte, die offenbar nicht den Geschmack des jeweiligen Schiedsrichters treffen.
Eine ZEN-Trainerin zu engagieren, wäre vielleicht auch nicht so verkehrt. Um die innere Ruhe wiederzufinden. Ommmmmmmm…

Also.

Anfangs schien es so, als würde Nordring an seinen achtbaren Auftritt beim Spiel gegen VfB/Einheit zu Pankow anknüpfen.

Denn die Prenzlauer Berger aus der Kreisliga B sahen in der Anfangsphase des Spiels gegen den frischgebackenen Bezirksligisten SV Karow 96 gar nicht so schlecht aus. Da hätte vielleicht etwas draus werden können, zumal bei den Karower Spielern auf dem Platz noch nicht alle mental aus dem Urlaub zurückgekehrt schienen.

Das galt auch noch, als Nordring in der 9. Minute durch einen Strafstoß – getreten von Sebastian Schure – mit 0:1 in Rückstand geriet. Doch spätesten nach dem zweiten Elfer in der 20. Spielminute…
Erst fluchte Nordring-Schlussmann Martin Wehy lauthals darüber, dass es überhaupt einen Strafstoß gab, und als Sebastian Schure auch zum zweiten Mal die linke Ecke nahm, während Wehy – ebenso konsequent – zum zweiten Mal in die rechte Ecke hechtete, musste der Keeper seine Wut erst einmal an einem am Spielfeldrand stehenden Torgehäuse auslassen. Lautstark und mit Händen und Füßen.

Der Schiri fands nicht so toll und zeigte Gelb.

Nach dem 0:3 durch Denis Kurle fing plötzlich Nordrings Vereins-Chef Uwe Schmieglitz an, einen Verteidiger anzubrüllen, der nach seiner Meinung Schuld an allem war. Der so Angegengene kartete zurück und der mittlerweile wieder zur Ruhe gekommene Martin Wehy versuchte, zwischen den beiden zu vermitteln.

Dann kehrte erstmal wieder etwas Ruhe ein.

Weitere Tore fielen im Verlauf der ersten Halbzeit nicht. Wohl auch, weil sich die Karower Spieler offenbar in den Ferien heftig fremd geworden waren – es lief da wenig zusammen.

Anders in der zweiten Halbzeit.

Die Mitglieder des Karow-Teams hatten sich wohl in der Pause miteinander bekannt gemacht und Freundschaft geschlossen, was sich auf den Spielfluss positiv auswirkte.
Auf das Zählbare auch: Sebastian Schure schoss in der 52. Minute sein drittes Tagestor zum 4:0 für Karow.

Als Michael Dada in der 59.Spielminute das 5:0 markierte, wurde es sann bei den Nordringern wieder laut.
Was es genau war, was da kundgetan wurde, konnte am Spielfeldrand nicht vollständig wahrgenommen werden. Aber irgendwie kam das Wort „Schiedsrichter“ darin vor.
Der Schiri hatte offenbar verstanden – und zückte Mal „Rot“.

Kurze Zeit später stand Nordring nur noch mit acht Feldspielern auf dem Kunstrasen: Erneut „Rot“ wg. Klappe nicht halten können.

Darüber hinaus lautstarke Äüßerungen anderer, die der referee offenbar nicht vernommen hatte. Zum Glück…

Das Spielen wurde derweilen auf Prenzlauer Berger Seite sukzessive eingestellt. Entsprechend fielen die weiteren Treffer: 81 Minute Walger, 86. Minute Schure, 87. Minute Schure, 88. Minute Schure.

Endstand: 10:0 für Karow.

Mit seinen sieben Treffern hat Sebastian Schure nun gute Aussichten, zum Torschützenkönig des Turniers gekrönt zu werden.
 

Die Auszeichnung nimmt übrigens am Finaltag traditionsgemäß Nordring-Chef Uwe Schmieglitz vor…

 

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