Entscheidung in letzter Sekunde

 

Dass es beim Zusammentreffe der Vorjahresfinalisten Weißenseer FC und Rotation Prenzlauer Berg spannend werden könnte – klar Aber so spannend…

Beide Mannschaften begannen erst einmal offensiv – mit leichten Vorteilen für den Pokalinhaber. Sowohl Manuel Kessler auf Prenzlauer Berger, als auch Yann Duarte auf Weißenseer Seite mussten sich in der ersten Viertelstunde sich nicht langweilen. Dann aber verschob sich das Spiel fast völlig in die Hälfte von Rotation.

Dabei war der Druck auf das Tor der Prenzlauer Berger nicht einmal übermäßig groß – es schien zeitweise eher, als hätte man das Spiel aus Gründen der Flächenökonomie auf diesen Spielplatzteil begrenzt.
So wurde die Rotation-Hälfte Ort packender dauernder Zweikämpfe, bei denen sich die Kontrahenten nichts schenkten. Eine Auseinandersetzung etwa zwischen Elias Perez Zurob (Rotation) und (Waldemar Huhn) dauerte rund eineinhalb Minuten am Stück. Man bedauerte, keine Videokamera dabei zu haben.

 

 

Kurz vor Ende der ersten Halbzeit hätte es für die Prenzlauer Berger doch noch böse ausgehen können – ein Nahschuss aus den Weißenseer Reihen hatte das Zeug zur Resultatsveränderung. Doch Rotation-Keeper Manuel Kessler reagierte reflexartig, so dass die beiden Nullen dies- und jenseits des Doppelpunkts auch zur Halbzeitpausen noch Bestand hatten.

 

Ein Dribbling, was für ein Dribbling…

Wer nun glaubte, dass die gastgebende Mannschaft ihre Kraft nun besser in der Offensive investieren würde, statt weiter die kreuzgefährliche Nähe der Weißenseer zum Rotation-Tor zu dulden, sah sich getäuscht.

Die zweite Halbzeit begann doert, wo die erste endete: In der Hälfte von Rotation Prenzlauer Berg.

So etwas geht natürlich nicht endlos gut: Nach einem Eckball in der 62. Minute schraubte sich der Weißenseer Felix Horn nach oben und köpfte den Ball ins Netz – 1:0 für den Pokalinhaber.

Leider berührte Horns Kopf nicht nur den Ball, sondern stieß auch noch so unglücklich mit dem ebenfalls in die Luft gegangenen Rotationer Enrico Gärtner so heftig zusammen, dass er sich dabei das Nasenbein brach. Für ihn war das Spiel zu Ende, ein Krankenwagen brachten ihn in eine Klinik.

Nach diesem ersten Tor war plötzlich alles anders. Rotation entdeckte, dass das Kunstrasenfeld auch über eine zweite Hälfte verfügte, und schaltete auf Offensive um . Was dazu führte, dass Weißensees Torhüter Duarte nicht mehr nur das Tor hüten, sondern es auch vor unerwünschten Einschüssen schützen musste. Was er eine knappe halbe Stunde lang auch vorzüglich tat.

Dann aber schnappte sich auf der rechten Seite der zur 2. Halbzeit eingewechselte Dembo Kebe den Ball, ließ ein, zwei, drei, vier… – oder waren es fünf ? – Weißenseer aussteigen und schoss danach auch noch im spitzen Winkel so überraschend und präzise aufs Tor, dass Yann Duarte überhaupt nicht dazu kam, zu reagieren.

 

 

Jubel bei den Prenzlauer Bergern, Entsetzen bei den Weißenseern. Da der Treffer in der 90. Minute fiel, hätte das Spiel nun eigentlich zu Ende sein können. Doch Schiedsrichter Ronny Seitz ließ die durch den Unfall von Felix Horn verlorengegangene Zeit nachspielen.

In der sechsten Zusatzminute dann ein Weißenseer Foul im Weißenseer Strafraum – Elfmeter!

Entscheidung in letzter Sekunde.

Doch Yann Duarte ahnt die Ecke und hält! In den Weißenseer Jubel hinein ertönt der Schlusspfiff.

 

Erkenntnis aus diesem Spiel: Ein Spiel dauert 96 Minuten und ein Spielfeld hat zwei Hälften.

 

Impressionen vom Spiel

 

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