Weißenseer FC: Trotz Niederlage fröhlich in die Landesliga

 

Als der Berichterstatter das heilige Stadionrund an der Buschallee betrat, war – dem strahlend blauen Sommerhimmel, der über Sportanlage strahlte, sei’s geklagt – die erste Halbzeit zwischen dem dem Tabellendritten der Bezirksligastaffel 2 Weißenseer FC und dem Spitzenreiter Frohnauer SC praktisch schon gelaufen.

Eine Nachfrage bei den in der Westkurve stehenden, unentwegt ihre FC-Fahnen schwingenden Nachwuchs-Fans nach dem Stand der Dinge ergab die niederschmetternde Antwort: „1:0 – aber leider für die Falschen.“
Kurz darauf pfiff der Schiedsrichter zur Pause, so dass aus diesem ersten Teil der Begegnung nichts Erhellendes mehr zu berichten war.

Während die Männer sich in den Kabinen ausruhten und sich die Marschrouten für die zweite Halbzeit erklären ließen, eroberten die Weißenseer Minis den Platz.
Die spielten ganz unbelastet von Aufstiegshoffnungen und Abstiegssorgen.
Leider hatte niemand die Tore gezählt.
Eines war aber bei genauerem Hinsehen jedem Zuschauer klar: Der Stürmerstar, der im Jahr 2037 den Weißenseer FC in die erste Bundesliga schießen wird, war bereits mit dabei.

Nach dem Wiederanpfiff mühten sich die Weißenseer redlich, den Rückstand aufzuholen.

In der 54. Spielminute gibt Michel Seckler nach einem Angriff den Zu Ali El Alwani ab, der schießt, doch der Ball saust knapp am Tor vorbei.
Ein paar Minuten später trifft Sebastian Lemgau auf der Gegenseite millimetergenau einen Weißenseer Pfosten, beim Nachschuss von Dustin Gundlach, dem Schützen des 0:1, verschwindet der Ball ins Nirgendwo.

In den letzten zwanzig Spielminuten gewinnt der Spitzenreiter immer mehr die Oberhand.
Die Frohnauer wirken auch nach über einer Stunde Kampf in der Sommerhitze konzentrierter und fitter; die Abspiele sind genauer, als jene der Weißenseer, im Zweikampf wirken sie wendiger und trickreicher.

Nach einer konfusen Sekunde eines Linienrichter (erst Flagge nach links, dann nach rechts) kochen auch am Spielfeldrand die Emotionen ein wenig hoch.
Je näher das Spiel sich dem Ende zuneigt, desto stärker zeigt sich der Kräfteverschleiß der Weißenseer Mannschaft an diesem Tag.
Wie zur Bestätigung der vorangegangenen halben Stunde trifft der Frohnauer Yannik Scholau unmittelbar vor dem Abpfiff in der 5. Nachspielminute nach einem schnellen Angriff der Gäste mit einem 15-Meter-Schuss zum 0:2-Endstand.

Dennoch waren die Weißenseer nach dem verlorenen letzten Heimspiel der Saison alles andere als Niedergeschlagen.
Am Ende wurde zwar der zweite Tabellenplatz verfehlt, doch als bester Dritter aller drei Bezirksligastaffeln steigen sie dennoch in die Landesliga auf.

So bedankte sich die Mannschaft fröhlich und ausgelassen, mit einem Transparent, Bengalos und einem feuerwerk bei ihren treuen Fans – die bengalten zurück und freuen sich nun auf künftigen Landesligafußball an der Buschallee.

 

Impressionen (ca 120 Fotos)

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