Berliner TSC zieht Handballdamen aus der 3. Bundesliga zurück


 

Kurz nachdem die 1. Handballmannschaft der Damen des Berliner TSC den Klassenerhalt in der 3. Bundesliga geschafft hatte, gab die Abteilungsleitung Handball des Sportclubs bekannt, die Mannschaft in der kommenden Saison nicht mehr für die 3. Bundesliga zu anzumelden.

Als „Hauptgrund“ wurde eine Finanzierungslücke im bevorstehenden Saisonetat in fünfstelliger Höhe genannt. Ursache dafür sei „die fehlende Bereitschaft vieler potentieller Geldgeber, Frauen-Teamsport in Berlin zu unterstützen“, so der TSC-Handballvorstand in seiner Rückzugserklärung.
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Heftige Kritik an dieser Entscheidung kam unter anderem vom bisherigen Teammanager und Hauptsponsor der TSC-Damenmannschaft Ernst-Heinrich Hoth. Mit „Entsetzen und starker persönlicher Betroffenheit“ habe er diese für ihn nicht nachvollziebare Entscheidung der TSC-Handballabteilung zur Kenntnis genommen.

„Völlig unverständlich“, so Ernst-Heinrich Hoth weiter, „ist für mich der Ablauf dieser Entscheidungsfindung. Weder das amtierende Trainerteam noch ich wurden in diese Entscheidungsfindung direkt oder beratend eingebunden.“ Horth, der selbst viele jahre der Abteilung Handball des berliner TSC vorstand, kündigte an, den Sponsoringvertrag mit dem Berliner TSC „in der jetzigen Form durch Wegfall des Grundes zum 30.04.2017“ zu kündigen.

Auch Olaf Breuer, ein weiterer Sponsor, äußerte sein Unverständnis.
„Es wurde schon vor Wochen mehrmals durch die Abteilungsleitung zugesichert das die Finanzierung zumindest für die kommende Saison steht und man sich danach selbst kümmern muss, schrieb Breuer auf der BTSC-Facebookseite. „Jetzt fragen wir uns natürlich warum nicht mal der Versuch gemacht wurde, nach finanzieller Unterstützung zu fragen, wenn sie denn so dringend benötigt worden wäre.“

 

Foto: Armin Kuebelbeck – http://galerie.best4sports.de 17:51, 6 January 2007 (UTC), CC BY-SA 3.0, Link

 

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